BFD




"...ich konnte in mir ungeahnte Geduldsreserven entdecken, die ich jetzt zu nutzen weiß."
ehemaliger Freiwilliger

Bundesfreiwilligendienst


Der Bundesfreiwilligendienst wurde von der Bundesregierung als Nachfolger für den Zivildienst eingeführt. Er soll es nicht nur ermöglichen, dass ehemalige Zivildienststellen weiterhin besetzt werden können, sondern auch die bereits bestehenden Freiwilligendienste wie FSJ und FÖJ ergänzen.

"Der neue Freiwilligendienst ist eine Einladung an Menschen jeden Alters, sich für die Allgemeinheit zu engagieren. Davon profitieren nicht nur wir alle, sondern auch die Freiwilligen selbst" - Kristina Schröder - Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Am BFD dürfen alle teilnehmen, die bereits die Vollschulzeitpflicht erfüllt haben, denn nach oben gibt es keine Altersgrenze. Damit schafft der Bundesfreiwilligendienst die erste geförderte Freiwilligenform auch für ältere Menschen, welche sich sozial für die Gesellschaft engagieren wollen. Auch bei den Arbeitszeiten wurde auf die Bedürfnisse der verschiedenen Altersgruppen Rücksicht genommen. Da Jugendliche oft noch keine Familiären Verpflichtungen haben, müssen diese den BFD grundsätzlich mit 40 Stunden pro Woche als Vollzeitbeschäftigung ablegen, während Freiwilliger über 27 Jahre sich nur mindestens 20 Stunden pro Woche (Teilzeit) einsetzten müssen.
Normalerweise dauert ein Freiwilligendienst 12 Monate. Wenn du an einem Bundesfreiwilligendienst teilnehmen möchtest, musst du dich für mindestens 6 Monate oder höchstens 18 Monate für die Teilnahme an einem BFD Projekt verpflichten. In Ausnahmefällen ist es sogar möglich, bis zu 24 Monaten am BFD teilzunehmen, dafür wird aber vorausgesetzt, dass die Stelle über ein besonderes pädagogisches Gesamtkonzept verfügt. Auf besonderen Antrag ist es auch möglich die Laufzeit des BFDs in 3 Monatsblöcke zu stückeln.

Auch wenn der BFD der Nachfolger des Zivildienstes ist, orientiert er sich gesetzlich eher an den Grundlagen des FSJ. Wer einen Bundesfreiwilligendienst macht sollte sich also bewusst sein, dass es die aus dem Zivildienst bekannten Vergünstigungen wie die Heilfürsorge, kostenlose Bahnfahrten und eine Ausbildungsförderung nicht gibt. Während des BFD bekommst du aber trotz allem ein Taschengeld und verschiedene andere Gegenleistungen wie z.B. Unterkunft und Verpflegung.

Die Verwaltung des BFD läuft über sogenannte Zentralstellen. Dabei muss sich jede Einsatzstelle einer Zentralstelle anschließen, welche die Verteilung der Fördermittel verwaltet und sicherstellt, dass die Kopplung eingehalten wird. Die Kopplung soll sicherstellen, dass der BFD gegenüber den FSJ und den FÖJ nicht bevorzugt wird. Aus diesem Grund darf es in einem Bundesland maximal so viele Bundesfreiwilligendienst Plätze geben, wie es FSJ und FÖJ Platze gibt.